Unsere Geschichte seit 1894 im Überblick

Die Stiftung Lindenhof Bern geht auf die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts zurück, als der schweizerische Zentralverein des Roten Kreuzes beschloss, die seit 1899 von ihm betriebene Rot-Kreuz-Pflegerinnenschule in Bern um ein Privatspital zu erweitern.

 
  • 1894 - 1907

    1894

    am 15. Januar, im Restaurant Born in Bern, an der ersten Sitzung des «Centralvereins vom Roten Kreuz, Departement für die Instruktion» ,  wird für die Ausbildung von Pflegepersonal ein Kredit von CHF 1'000.00 gesprochen.

    1899

    beschliesst die Delegiertenversammlung des «Centralvereins vom Roten Kreuz» , per 01. Oktober, die Gründung und den Betrieb einer Schule zur Ausbildung von Krankenpflegerinnen, welche sich in Kriegsfällen in den Dienst des Schweizerischen Roten Kreuzes zu stellen haben. Vorläufig bildete die Pflegerinnenschule, in zwei Kursen, jährlich 12 Pflegerinnen aus.

    1904

    Übernahme der Klinik Dr. Lanz am Lindenrain im Stadtbachquartier als Schulspital. Der Standort gab der Schule und dem Spital den Namen «Lindenhof».

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    1894 - 1907
  • 1908 - 1910

    1908

    am 30. Januar, erweitert die Delegiertenversammlung die seit dem Jahr 1899 bestehende «Rotkreuz-Pflegerinnenschule Bern» mit dem erworbenen Privatspital und gibt ihr den Charakter einer selbständigen Stiftung mit Sitz in Bern unter dem Namen «Rotkreuz-Anstalten für Krankenpflege».

    1909

    Der jährliche Bundessubventionsbetrag von CHF 4000 verpflichtet die Schule, 2/3 ihrer ausgebildeten Schwestern dem Armeesanitätsdienst für die Krankenpflege im Kriegsfalle zur Verfügung zu halten.

    1910

    scheiterten aus politischen Gründen die Bemühungen um die Angliederung einer «Militärwärterschule» mit einem Militärspital.

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    1908 - 1910
  • 1911 - 1919

    1911

    Um das Zugehörigkeitsgefühl der Schwestern und ihr Verhältnis zur Stiftung zu kräftigen und ihnen Gelegenheit zu persönlichem Verkehr zu geben, wurde die Einrichtung eines jährlichen Schwesterntages beschlossen.

    1916

    Tief bewegt gedenken wir des verstorbenen Gründers unserer Stiftung. Am 15. November ist Herr Dr. Sahli von seinen langen, mit bewunderungswürdiger Geduld ertragenen Leiden durch einen sanften Tod erlöst worden.

    1917

    kommt der Lindenhof endlich zu einer Röntgenanlage. Die Zahl der Anmeldungen für die Pflegerinnenschule ist auf 150 angestiegen, was wohl auch mit dem gesteigerten Fürsorgetrieb infolge des Krieges zusammenhängt.

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    1911 - 1919
  • 1920 - 1923

    1920

    Der Gesundheitszustand der Schülerinnen war befriedigend, Erkrankungen kommen selbstverständlich hie und da vor und Symptome werden durch die natürlichen Anstrengungen des Berufes jeweils deutlicher. Fernstehende sind dann leicht geneigt, diese der Überanstrengung zuzuschreiben. Dieser irrigen Meinung können wir immer wieder die Tatsache entgegensetzen, dass unsere Schülerinnen, mit allerseltensten Ausnahmen, während der Ausbildung an Körpergewicht zunehmen. Das dürfte denn doch die Annahme einer Überanstrengung mit aller wünschbaren Deutlichkeit widerlegen.

    1921

    Neben der Schwesterntracht wird für diplomierte Schwestern ein Dienstabzeichen geschaffen, durch das sich deren Trägerinnen vom zahlreichen schlecht qualifizierten Pflegepersonal abheben sollen. Im Unterschied zu heute darf das Abzeichen nur von Schwestern getragen werden, welche im Dienst der Stiftung stehen.

    1922

    Auszug aus dem Bekleidungsreglement: «Weisse Schürzen dürfen nicht ausserhalb des Spitals, wie in Eisenbahnwagen usw. getragen werden».

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    1920 - 1923
  • 1924 - 1931

    1924

    hat die Verwaltungskommission beschlossen, um den humanitären Zweck des Roten Kreuzes zum Ausdruck kommen zu lassen, gegenüber den Patienten auf die Rechnungsstellung für Heizung und Beleuchtung zu verzichten.

    1926

    wurde die Einführung von Radioapparaten und Zimmertelefonen vollzogen. Auch in diesem Jahr fehlt es nicht an Kandidatinnen für die Pflegerinnenschule: Mädchen, welche sich fest zum Schwesternberuf entschlossen haben, ist zu empfehlen, dass sie die Anmeldeformalitäten rechtzeitig erfüllen und während der Wartezeit ihre Sprachkenntnisse erweitern.

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    1924 - 1931
  • 1932 - 1935

    1932

    nahm fliessendes Wasser in den Patientenzimmern den Anfang.

    1933

    spürte man wegen der Weltwirtschaftskrise die Abwanderung von Patienten in die öffentlichen Spitäler.

    1935

    Der Schwesterntag, verbunden mit der Diplomierung der Kurse 65 und 66, fand am Sonntag den 2. Juni statt. Die Beteiligung war eine sehr rege; über 200 Schwestern fanden sich ein.

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    1932 - 1935
  • 1936 - 1942

    1937

    erfuhr die geburtshilfliche Abteilung einen Ausbau; fortan können auch Wöchnerinnen aufgenommen werden, denen die Preise in einer Privatklinik bislang zu hoch waren. Und die vor zwei Jahren erstmals eingeführte Neuerung, dass die Schülerinnen nach sechs Monaten allgemeiner Ausbildung auf Aussenstationen gehen, und für die letzten sechs Monate wieder zurückkehren, bringt einen bedeutenden Fortschritt. Im gleichen Jahr stellt die Schule das 1000. Diplom aus.

    1938

    Derzeitige Ausbildungsstationen auswärts: Bezirksspital Aarberg, Bürgerspital Basel, Inselspital Bern, Bezirksspital Brugg, Krankenasyl Horgen, Kant. Krankenanstalt Liestal, Krankenasyl Menziken, Kantonsspital Münsterlingen, Kreisspital Samedan.

    1939

    209 der bisher ausgebildeten Rotkreuz-Schwestern müssen in den Militärdienst einrücken.

    1940

    Die für die Kriegszeit rechtzeitig angelegten Vorräte an Operationsmaterial und Lebensmitteln liessen das Gefühl einer Notlage nirgends aufkommen. Von der Pflegerinnenschule und von den Aussenstationen ist, abgesehen von der andauernden starken Beanspruchung der Schwestern durch die Aktivdienste, wenig zu melden.

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    1936 - 1942
  • 1943 - 1946

    1943

    Zum Überfluss an Ungemach droht dem Lindenhof und anderen Spitälern der Mangel an Hausangestellten zu unhaltbaren Zuständen zu führen. Besonders fühlbar macht sich für die Pflegerinnenschule das Fehlen genügender Räume für die gemeinsame Erholung nach dem Tagwerk: Die Schülerinnen sollten sich öfters zusammenfinden können, um, ohne Störung für die Kranken, zu singen, zu lesen oder zu spielen.

    1944

    Infolge des Einzuges vieler Schwestern in die Militärsanitätsabteilung 3, und der hohen Zahl von Erkrankten, herrscht akuter Schwesternmangel.

    1945

    In der Pflegerinnenschule stand die Aufgabe im Vordergrund, die Schwesternausbildung auf der Höhe zu halten und den Lehrplan noch besser im Sinne der Richtlinien des Schweizerischen Roten Kreuzes auszubauen. Beides ist nicht mehr selbstverständlich; denn überall herrscht empfindlicher Schwesternmangel.

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    1943 - 1946
  • 1947 - 1950

    1947

    Die Pflegerinnenschule hat sich besonders damit befasst, den als allgemeine Erscheinung stark fühlbaren Schwesternmangel durch ein aktives Vorgehen zu bekämpfen; dies in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz.

    1949

    50-jähriges Schuljubiläum: 720 Schwestern und 130 Gäste nehmen teil. Diplomierung Kurs 94 und 95. Zum ersten Mal mit Einladung der Angehörigen zur Diplomfeier im Münster mit anschliessendem Fest im Casino Bern.

    1950

    Die Verwaltungskommission befasst sich mit einem neuen Standort für das Lindenhofspital und die Pflegerinnenschule, da der starke Lärm vom Bahnhof störend auf die Patienten wirkt.

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    1947 - 1950
  • 1951 - 1955

    1952

    waren sich Direktion und Stiftungsrat einig, dass eine vermehrte Propaganda zur Gewinnung neuer geeigneter Lernschwestern notwendig ist, wozu ein Kredit von CHF 4 000.00 bewilligt wurde.

    1953

    wurde entschieden, den Lindenhof in die Gemeinde Muri, auf den Plattacker, zu verlegen. Das Vorhaben scheiterte jedoch im Folgejahr aufgrund verschiedenster Gegebenheiten.

    1954

    setzte der Stiftungsrat ein erweitertes und vertieftes Ausbildungsprogramm für die Pflegerinnenschule in Kraft.

    1955

    An der HV «Verband der Rotkreuzschwestern Lindenhof Bern» wird der Antrag auf Befürwortung zur Einführung der 48-Stunden-Woche für das Pflegepersonal gestellt. Die bis anhin geltende 60-Stunden-Woche ermüde die Schwestern zu sehr und halte junge Frauen davon ab, in den Beruf einzutreten.

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    1951 - 1955
  • 1956 - 1960

    1956

    In Schule, Schulspital und auf den Aussenstationen befanden sich am Jahresende insgesamt 180 Lernschwestern in Ausbildung - eine bisher noch nie erreichte Zahl!

    1958

    musste ein Projekt verworfen werden, den Lindenhof im Viererfeld zu errichten; stattdessen wurde Land in der Region Neufeld* gekauft.

    1959

    konnte an der Bühlstrasse in Bern ein Haus dazu gemietet werden, welches als Unterkunft für die stetig anwachsende Zahl an Lernschwestern diente.

    *Standort des heutigen Lindenhofspitals 

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    1956 - 1960
  • 1961 - 1965

    1962

    erfreute man sich darüber,  wie viele gut vorbereitete junge Mädchen sich für den Krankenpflegeberuf interessieren. Die Kurse sind meistens schon einige Zeit zum voraus besetzt, obwohl die Klassen in den letzten Jahren wesentlich vergrössert wurden.

    1963

    Der Grundstein für den Neubau des «Lindenhofes» wird in einer feierlichen Zeremonie am 26. September gelegt. Die Neubauten bedeuten eine Verdoppelung der Bettenzahl im Spital auf 270 und der Ausbildungsplätze in der Schule auf 300.

    1965

    fand das Fest der Aufrichte aller Gebäude auf dem neuen Areal statt.

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    1961 - 1965
  • 1966 - 1967

    1966

    Am 22. September, wurde der neu erstellte Lindenhof öffentlich eingeweiht. Auch  die Pflegerinnenschule bezog den Neubau und konnte erstmals zwei Parallelklassen von Lernschwestern aufnehmen. Gleichzeitig führte sie ein erweitertes Ausbildungsprogramm ein, das den Richtlinien des Schweizerischen Roten Kreuzes Rechnung trägt und die im neugebauten Schulspital gegebenen Möglichkeiten einbezieht.

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    1966 - 1967
  • 1968 - 1970

    1968

    schlossen die letzten, im alten Lindenhof aufgenommenen Lernschwestern die Ausbildung ab. Sie absolvierten darauf das Ergänzungsjahr im Lindenhof und in den Vertragsspitälern. Dabei erwies sich dieses obligatorische Jahr der beruflichen Betätigung als günstige Neuerung. Die jungen Schwestern haben in dieser Zeit Gelegenheit, das während der Ausbildung erworbene Wissen und Können auf einer Schulstation zu erweitern.

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    1968 - 1970
  • 1971 - 1978

    1971

    erblickten erstmals in der Geschichte des Lindenhofs über tausend Neugeborene das Licht der Welt. Im selben Jahr wurde der Unterricht in medizinischer und chirurgischer Krankenpflege zusammen neu aufgebaut, dies mit vermehrter Berücksichtigung der seelisch-geistigen und sozialen Bedürfnisse des Patienten und der Gesundheitspflege.

    1974

    Das 3000. Diplom der Lindenhof Schule wird vom Präsidenten des Schweizerischen Roten Kreuzes, Prof. Haug, überreicht.

    1975

    Nachdem die Direktion der Rotkreuzstiftung für Krankenpflege Lindenhof Bern vor einiger Zeit beschlossen hat auch Diplomkrankenpfleger auszubilden, wurden im Herbst erstmals Schüler in die Lindenhof Schule aufgenommen.

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    1971 - 1978
  • 1979 - 1984

    1979

    wurde infolge der Engpässe im Operationsbereich ein Erweiterungsprojekt für den Behandlungstrakt abgeschlossen.

    1982

    im April, fand die Übergabe des Erweiterungsbaus für den Behandlungstrakt statt und im selben Jahr wird der erste Computertomograf in Betrieb genommen. Das Tragen der Haube wird freiwillig.

    1984

    im Frühling, wurden die letzten Schüler des «alten» Ausbildungsprogramms diplomiert. Das neue Ausbildungsprogramm, mit seinem vierteljährlichen Turnus, brachte recht viel Unruhe ins Schulgeschehen.

    1984

    führt der Lindenhof das Wahlkostmenü für Patienten ein.

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    1979 - 1984
  • 1985 - 1995

    1985

    werden die Patientenzimmer mit Pay-TV ausgestattet.

    1986

    Das 4000. Diplom wird verliehen. Diplomrede von Schwester Liliane Juchli über «Die Pflege im Wandel».

    1987

    wird, infolge strengerer Umweltauflagen, die Lindenhof-eigene Kehrichtverbrennungsanlage stillgelegt.

    1989

    nahmen im umgebauten Personalhaus (Sahli-Haus) drei neue Abteilungen ihren Betrieb auf, im selben Jahr war der Baubeginn für die Aufstockung des Schulgebäudes. Zudem standen die neuen Richtlinien für die Krankenpflegeausbildung des Schweizerischen Roten Kreuzes zur Vernehmlassung.

    1992

    Die neuen Ausbildungsrichtlinien (NAB) des SRK treten mit einer Übergangsfrist von zehn Jahren in Kraft.

    1993

    erweitert der Lindenhof das radiologische Angebot mit Magnetresonanztomografie (MRI).

    1994

    Im Rahmen neu geschaffenen Organisationsstruktur erfolgte eine klare Trennung von Schul- und Spitalbetrieb.

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    1985 - 1995
  • 1996 - 2002

    1996

    wird der Neubau der Radio-Onkologie mit einem Linearbeschleuniger dem Betrieb übergeben und die erste Etappe der Bettenhaussanierung abgeschlossen.

    1997 und 1998

    wurden die weiteren Etappen der Bettenhaussanierung beendet.

    1999

    feiert die Lindenhof Schule den 100. Geburtstag. Das Jubiläum wird mit verschiedenen über das das ganze Jahr verteilten Aktivitäten begangen. Das 5000. Diplom wird einer Schülerin vom Kurs 224 überreicht. Im selben Jahr wird aufgrund der steigenden Nachfrage in der Radio-Onkologie ein zweiter Linearbeschleuniger in Betrieb genommen.

    2000

    wird die Intensivpflegestation umgebaut, womit die schweizerischen Normen erfüllt sind.

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    1996 - 2002
  • 2003 - 2007

    2003

    Im Zusammenhang mit der Umsetzung der neuen Bildungssystematik für Gesundheitsberufe haben die Trägerschaften der Pflegerinnenschule sowie der Berufsschule für Pflege Bern des Ausbildungszentrums Insel AZI einer gemeinsamen strategischen Ausrichtung zugestimmt.

    2006

    wird das Projekt «Neubau Behandlungstrakt» beschlossen.

    2007

    Auf den 31. August 2007 sind alle Aufträge des Kantons im Bereich der Pflegegrundbildung und der Auftrag für das Nachdiplomstudium Pflege, Gesundheitsförderung und Prävention dem Berner Bildungszentrum Pflege (BZP) übertragen worden. Mit den Ausbildungsaufträgen wurden auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lindenhof Schule ins BZP  überführt. Ab dem 1. September konzentriert sich die Lindenhof Schule mit einem deutlich verkleinerten Team auf praxisrelevante Weiterbildungen. 

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    2003 - 2007
  • 2008 - 2011

    2008

    Neun Jahre nach der Lindenhof Schule feiert auch das Lindenhofspital seinen 100. Geburtstag.

    2011

    nach 3 jähriger Bauzeit, wird im Juni der neue Behandlungstrakt eröffnet. Kernstück des neuen Trakts bildet der Operationsbetrieb mit seinen 12 Operationssälen.

    2011

    Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) und die Rotkreuzstiftung für Krankenpflege haben im Jahr ihr gegenseitiges Verhältnis neu geregelt. Über einen Partnerschaftsvertrag bleiben das SRK und die Stiftung Lindenhof Bern – so der neue Name - miteinander eng verbunden.

    Im gleichen Jahr errichtete die Stiftung Lindenhof Bern den «Fonds Gesundheit Lindenhof» (FGL) mit dem Ziel, humanitäre Aufgaben und Projekte sowie die Aus- und Weiterbildungskurse des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) finanziell zu unterstützen.

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    2008 - 2011
  • 2012

    Stiftung Lindenhof

    Nach der Übernahme der Sonnenhof AG hat die Stiftung Lindenhof Bern im Januar ihren Spitalbetrieb in eine Aktiengesellschaft ausgelagert. Sie tritt unter dem Namen «Lindenhofgruppe» auf. Nach 104 Jahren hat sich der Stiftungsrat aus der Leitung der Spitäler zurückgezogen und die Aufsicht über das operative Geschäft des Spitalbetriebes einem neu konstituierten Verwaltungsrat übertragen. Die Stiftung Lindenhof konzentriert sich fortan auf ihre strategischen Aufgaben als Eigentümerin der Lindenhofgruppe und auf ihr humanitäres und gemeinnütziges Engagement.

    Lindenhofgruppe

    Die neu gebildete Lindenhofgruppe leistet mit rund 2’000 Mitarbeitenden, 109 Ausbildungsplätzen in verschiedenen Berufen, mit über 300 Belegärzten und 30 Weiterbildungsplätzen
    für Assistenzärzte einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Berner Volkswirtschaft. Die Lindenhofgruppe setzt eine über 114 Jahre alte Tradition fort, im Rahmen derer sie die Berufe im Gesundheitswesen durch Aus- und Weiterbildung von Ärzten, Pflege- und weiteren Berufen aktiv fördert. Als Arbeitgeberin bietet die Lindenhofgruppe interessante und anspruchsvolle Arbeits-, Lehr- und Praktikumsstellen in einem professionellen Umfeld an.

    Geschäftsbericht Stiftung Geschäftsbericht Gruppe
    2012
  • 2013

    Stiftung Lindenhof

    Die Stiftung Lindenhof errichtet 2013 den Fonds «Lehre und Forschung» (FLF); mit dessen Mitteln soll die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der Lindenhofgruppe gefestigt und ein Beitrag an die Entwicklung des Medizinalstandortes Bern geleistet werden. Im selben Jahr werden im Interesse der Übersichtlichkeit und Vereinfachung der Bewirtschaftung verschiedene bestehende unselbständige Fonds der Stiftung im «Fonds für Bildung und Unterstützung» (FBU) zusammengefasst.

    Lindenhofgruppe

    Der Zusammenschluss der drei Spitäler Engeried, Lindenhof und Sonnenhof macht die Lindenhofgruppe hinter dem Universitätsspital Bern zum grössten Anbieter von medizinischen Leistungen im Kanton Bern. Darüber hinaus gehört die Gruppe in den Bereichen Gynäkologie / Geburtshilfe, Senologie, Orthopädie, Innere Medizin und Chirurgie schweizweit zu den bedeutendsten Kompetenzzentren.

    Geschäftsbericht Stiftung Geschäftsbericht Gruppe
    2013
  • 2014

    Stiftung Lindenhof

    Der Stiftungsrat hält mit Genugtuung fest, dass die Stiftung ihre Ziele, auf der Basis ihrer gemeinnützigen und eigenverantwortlichen Grundsätze, weitgehend erreicht hat und auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurückblicken kann. Die Lindenhof Schule wird vollumfänglich in die Lindenhofgruppe integriert und wird zu einem Teil des Human Ressource Management der Gruppe.

    Lindenhofgruppe

    Der Lindenhofgruppe ist es im vergangenen Jahr gelungen, die Grundzüge der strategischen Ausrichtung des Spitalbetriebs zu formulieren und zu verabschieden. Sie positioniert sich als Versorgerspital mit breitem Leistungsangebot, spezialisierten Schwerpunkten und Behandlungszentren. Die ambulante und tagesstationäre Medizin inkl. Notfallversorgung wird gefördert sowie ein postakutes und rehabilitatives Angebot aufgebaut. 

    Geschäftsbericht Stiftung Geschäftsbericht Gruppe
    2014
  • 2015

    Stiftung Lindenhof

    Der Stiftungsrat hält fest, dass drei Jahre nach der Reorganisation die Gremien und die Geschäftsführung der Stiftung Lindenhof in der neuen Organisationsform sehr gut funktionieren. In Erfüllung ihrer gemeinnützigen und humanitären Aufgaben hat die Stiftung Lindenhof Bern im Berichtsjahr aus ihren 3 Fonds, FGL, FLF und FBU, rund CHF 4,6 Mio. ausbezahlt, das sind rund CHF 0,6 Mio. mehr als im Vorjahr.

    Lindenhofgruppe

    Über 28’000 stationäre und beinahe 100’000 ambulante Behandlungen wurden zugunsten der Patientinnen und Patienten erbracht. Die hochstehende Qualität der Leistungserbringung und die Patientenzufriedenheit wurden mit Bestnoten beurteilt. Finanziell schliesst die Lindenhofgruppe mit einem ausgewiesenen Gewinn von MCHF 5.5 (MCHF 6.3) und einem Umsatz von gut MCHF 410 (MCHF 404) und stärkt damit ihre Kapitalbasis ein weiteres Mal.

    Geschäftsbericht Stiftung Geschäftsbericht Gruppe
    2015
  • 2016

    Stiftung Lindenhof

    Die SLB zieht erneut eine positive Bilanz, sie schliesst das Geschäftsjahr 2016 mit einem Gewinn von CHF 4.7 Mio. ab und hat rund CHF 3,45 Mio. für gemeinnützige Zwecke ausbezahlt. Die Gründerin der Stiftung Lindenhof, das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), feierte im Jahr 2016 sein 150‐jähriges Bestehen. Die Stiftung Lindenhof beteiligte sich auch im Jubiläumsjahr an humanitären Engagements des SRK mit Mitteln aus ihrem Fonds Gesundheit. Sie ist stolz auf die seit 1899 bestehende gemeinsame Tradition. Die gute Entwicklung der Spitalbetriebe der SLB und die wichtigen gemeinnützigen Beiträge der Stiftung lassen den Stiftungsrat sehr positiv in die Zukunft blicken.

    Lindenhofgruppe

    Die Lindenhofgruppe präsentiert für das vergangene Geschäftsjahr wiederum einen erfreulichen Abschluss. Das Jahr 2016 war geprägt durch die strategische Neuausrichtung, die Einleitung der Unternehmensreorganisation sowie eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Einmal mehr konnten die Patientenansprüche erfüllt und 29'761 stationäre sowie 102'192 ambulante Behandlungen zum Wohl der Patientinnen und Patienten durchgeführt werden. Der Gewinn betrug CHF 5.7 Mio. der Umsatz gut CHF 429 Mio.

    Geschäftsbericht Stiftung Geschäftsbericht Gruppe
    2016

Die Stiftung Lindenhof steht zwischen der geschichtsträchtigen, erfolgreichen Lindenhof-Tradition und einer zeitgemässen, qualitativ hochstehenden Spitalgruppe, die sich nach wie vor primär den Menschen – ob Patienten oder Mitarbeitende – verpflichtet fühlt.