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Pflegedienst
Wechsel in der Leitung des Pflegedienstes
Am 30. April 1981 ist Schwester Annelies Bachmann nach 16-jäh¬
riger Tätigkeit im Lindenhofspital zurückgetreten. Schwester
Annelies versah von 1966 - 1971 den Posten der stellvertreten¬
den Oberschwester und hatte von 1971 - 1981 die Leitung des
Pflegedienstes im Lindenhofspital .
In einer Zeit, in der sich viel geändert hat, gesellschaftlich
und im Spitalwesen, war es nicht immer leicht, allen Problemen
zu begegnen, sie anzugehen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.
Schwester Annelies hat dies in einer eigenständigen, nach aus¬
sen hin vielleicht ab und zu etwas rauh wirkenden Art getan
und so das Lindenhofschiff mit sicherer Hand mitgesteuert
und mitbestimmt. Immer mit am Steuer stehen, allen Winden trotzen,
ermüdet, klärt, lässt uns in gewissem Masse toleranter und weit¬
sichtiger werden, uns aber auch vorbereiten auf das Abtreten, das
Zurücktreten von der Verantwortung, das Ausschau halten und sich
freuen auf das Pensioniertenleben . In diesem Sinne hat sich
Schwester Annelies auch gefreut, und soviel ich von weitem miter¬
lebe, geniesst sie es auch. Ich möchte ihr auch an dieser Stelle
noch einmal für die geleisteten Dienste, für ihr Mittragen, dan¬
ken .
Am 1. Januar 1981 hat Schwester Gina Bek als Leiterin des Pflege¬
dienstes ihre Aufgabe neu übernommen. Schwester Gina war Ober¬
schwester in Samedan, hat sich dann in verschiedenen Praktika auf
diese neue Stelle vorbereitet, und definitiv mit dem Ausscheiden
von Schwester Annelies im April 1981 ihr Amt übernommen. Ihr ob¬
liegt es nun, in den Zeiten des verstärkten Personalmangels, des
Rückgangs der Bettenbelegung, um nur zwei Probleme zu nennen, das
Schiff weiter steuern zu helfen. Dazu wünsche ich ihr alles Gute.
Zur selben Zeit wechselte Schwester Kathrin Gerber als Oberschwe¬
ster von der Schule ins Spital und Schwester Verena Farner hat
am 1.9.1981 ihr Amt als dritte Oberschwester angetreten.
Pflegeabteilungen
Wir haben in diesem Jahr 61 neue Mitarbeiter im gesamten Pflege¬
dienst (inkl. Behandlungstrakt) eingeführt, darunter auch ziem¬
lich viele verheiratete Schwestern, welche ihren Beruf während
einer gewissen Zeit nicht ausübten. Wir hoffen dadurch einen
Pool an Teilzeitschwestern zu schaffen, auf welchen wir in Not¬
situationen zurückgreifen können. Sechs frischdiplomierte Schwe¬
stern haben die Verantwortung übernommen, eine medizinische Ab¬
teilung ohne Abteilungsschwester zu führen. Trotz dieser vielen




