Table of Contents Table of Contents
Previous Page  103 / 302 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 103 / 302 Next Page
Page Background

9

effizienten Führungsstils auf allen Ebenen. Zu einem attrakti¬

ven Arbeitsplatz gehört aber nicht nur eine vorzügliche Sala-

rierung, sondern auch ein von gegenseitigem Verständnis getra¬

genes Arbeitsklima. Dazu sind im Belegarzt-Spital besondere

Anstrengungen erforderlich. Die im allgemeinen doch recht

lockere Bindung der Aerzte zu ihrem Spital bringt ab und zu

Planungs-, Kommunikations- und Identifikationsprobleme, die

sich letztlich vor allem auf die Mitarbeiter "an der Front"

auswirken. Hier muss der vielzitierte interdisziplinäre Dia¬

log einsetzen. Einen punktuellen Beitrag dazu hat sicherlich

das sehr gut besuchte Personalfest.auf dem Bieler- und Neuen¬

burgersee geleistet, woran sich unsere Aerzte mit erheblichem

finanziellem und persönlichem Engagement beteiligt haben.

- Die Aerzte werden nicht umhin können, sich stärker für ihr

Spital zu engagieren, insbesondere bezüglich der Ferienkoordi¬

nation, der Beteiligung an der Lösung von Planungs- und Be¬

triebsproblemen, der Inanspruchnahme von medizinisch-techni¬

schen Betrieben wie Labor, Röntgen, Physiotherapie, Ambula¬

torium etc. An dieser Stelle ist freilich festzuhalten, dass

solches Engagement von einem Teil unserer Aerzte seit langem

in vorbildlicher Weise wahrgenommen wird.

- Verbesserung und Zentralisierung der Bettendisposition sowie

Vereinfachung des Anmeldeprozederes (ab 1.1.1982 eingeführt).

Damit zu verbinden ist eine im ganzen Hause erhöhte Bereit¬

schaft seitens des Pflegepersonals zu bedarfsgerechterer und

flexiblerer Bettenbelegung.

- Wahrnehmung und Durchführung aller Kostensenkungs- und Ratio¬

nalisierungsmöglichkeiten, die sich bieten, ohne bei der Be¬

treuung der Patienten abzubauen. Hier gibt insbesondere das

Phänomen einer stets wachsenden Infrastruktur trotz ständigem

Belegungsrückgang zu denken; der optimale Einsatz der Mittel

und Kräfte ist aber in jedem Bereich anzustreben und vieler¬

orts noch nicht erreicht.

Es darf bei der Lagebeurteilung nicht vergessen werden, dass

1981 ein Jahr des Wechsels in wichtigen Kaderpositionen im

Pflegedienst und Operationsbetrieb war. Ganz allgemein ist die

hohe Personalfluktuation, namentlich unter den jungen Mitarbei¬

tern, für den Betrieb sehr belastend und kostspielig. Ein spe¬

zieller Dank gebührt all jenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,

üie trotzdem dem Lindenhof die Treue gehalten haben.