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DasSpitalgeschehen
Grundsätzliches
Wir versuchen in diesem Jahresbericht etwas ausführlicher
als bisher zum Spitalgeschehen Stellung zu nehmen und vor
allem die einzelnen Abteilungen des Hauses in kurzen Berich¬
ten zu Worte kommen zu lassen. Wir erhoffen uns davon mehr
Einblick und Information für den aussenstehenden Leser, nich
minder aber auch ein Mehr an gegenseitiger Information, Ver¬
stehen und erhöhte Bereitschaft zum Dialog. Aus Platzgründen
können nicht sämtliche Abteilungen und Dienste erwähnt wer¬
den; sicher bieten die kommenden Jahresberichte dazu Gelegen
heit .
Beim Versuch einer globalen Wertung muss das Jahr 1981 als
eines der schwierigeren in der Geschichte des Lindenhofs be¬
zeichnet werden. Der Rückgang der Bettenbelegung von 70 %
auf 68 % mit entsprechenden Ertragseinbussen gibt uns zu de
ken. Ein zeitweise krasser Personalmangel im Pflegebereich
und Operationsbereich hat zur Stillegung mehrerer Abteilunge
und eines Operationssaales während längerer Perioden geführt
Einzelheiten können den Abteilungsberichten entnommen werden
Das Jahr war überdies durch besonders starke Belegungsschwan
kungen geprägt. Die Abstimmung von Angebot (betreibbare Bet
ten und Behandlungseinrichtungen) und Nachfrage (der Aerzte,
bzw. ihrer Patienten nach Spitalleistungen) ist wohl im Be¬
legarztspital stets ein grosses Problem. Sie war im Berichts
jahr besonders schwierig. Während in der ersten Hälfte des
Jahres häufig ein Bettenmangel (namentlich als Folge des Pe
sonalmangels) zu verzeichnen war, kam es in der zweiten Hal
te zu einer Unterbelegung der angebotenen, effektiv verfüg¬
baren Betten. Das Ergebnis zeigt sich nicht nur im Rekord¬
tief der Bettenbelegung, sondern auch in einem Betriebsver¬
lust in der Höhe von rund Fr. 700'000.— , der durch Aufl
sung stiller Reserven auf rund Fr. 200'000.--- reduziert wur¬
de. Der Verlust ist zwar dank vorsorgender Finanzpolitik ve
kraftbar, erfordert aber unweigerlich drastische Massnahmen,
soll er sich nicht wiederholen und will der Spitalbetrieb se
ne Selbständigkeit erhalten.
Die Lage erfordert Mut zu unternehmerischen Entscheiden, um
die bedeutende Stellung des Lindenhofes auch in Zukunft hal
ten zu können. Einige der unseres Erachtens dringend zu
zie
den Konsequenzen seien hier kurz gestreift:
- Verbesserung der Grundlagen zur Personalplanung und Person
rekrutierung , insbesondere für das Pflegepersonal und Ope¬
rationspersonal. Schaffung zeitgemässer , absolut konkurren
fähiger Besoldungsverhältnisse, grosszügiger Weiterbildungs
möglichkeiten und Einsatz eines partizipativen aber




