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SPITALAPOTHEKE
(K onsiliarapotheker : Dr. E. Studer)
Das vergangene Jahr brachte der Apotheke keine be
Probleme. Der Arbeitsanfall bewegte sich im gewohnten Rahmen
und konnte von der gut eingespielten Equipe problemlos
meistert werden.
Für die Zukunft der Apotheke ist dagegen ein Beschluss
Leitenden Ausschusses vom 20.9.84 von grosser Bedeutung. Dieser
umfasst die völlige Reorganisation der Medikamentenversorgung
am Lindenhofspital.
Diese Reorganisation der Spitalapotheke und ihrer Dienstlei¬
stungen ist im grösseren Rahmen des "Unternehmungs-Leitbildes
Spital" zu sehen, wie es vom Stiftungsrat in Auftrag gegeben
wurde, mit dem Ziel, dem Lindenhofspital seinen Platz als füh¬
rendes Privatspital in der Region zu sichern. Mitbeeinflusst
wurde sie aber auch durch die ungünstige Kostenentwicklung der
letzten Jahre.
Mit der Reorganisation möchten wir folgende Ziele erreichen:
- Personaleinsparungen in der Apotheke durch Beschränkung
der Oeffnungszeiten. Dies setzt natürlich ein reichhalti¬
geres Sortiment an Medikamenten in den Abteilungsapotheken
voraus.
- Straffung des Sortimentes. Dadurch geringere Lohnkosten
und günstigeren Einkauf (Mengenrabatte), ferner die Mög¬
lichkeit zur Einführung der EDV-gestützten Lagerbewirt¬
schaftung.
- Verbesserung des herkömmlichen aufwendigen Systems
Leistungserfassung für die Medikamente.
Die Vorarbeiten für dieses Projekt wurden vom Konsiliarapothe¬
ker sofort an die Hand genommen. In Zusammenarbeit mit den ver¬
schiedenen Fachgruppen des Aerztekollegiums wird vorerst eine
Medikamentenliste erstellt, die einerseits die überbordende An¬
zahl der im Lindenhof zur Zeit verwendeten Medikamente auf ein
vernünftiges Mass reduzieren soll, die aber andererseits di
therapeutischen Möglichkeiten der Belegärzte keinesfalls ein¬
schränken soll.




